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Autor: Christophe Das Deutsche Zollmuseum in der Hamburger Speicherstadt und Hafencity ist das einzige seiner Art in ganz Deutschland und wird in von jedem Reiseführer Hamburgs Auf knapp 800 Quadratmetern wird die etwas langweilig anmutende Zollgeschichte von der Antike bis zur Moderne den Besuchern anschaulich näher gebracht.
Im Jahr 1992 öffnete das Deutsche Zollmuseum in der Speicherstadt im ehemaligen Zollamt von Hamburg seine Tore. Das Museum steht in der Tradition des einstigen Reichszollmuseums, welches bis zum Zweiten Weltkrieg in Berlin sein Zuhause hatte, aber in den Wirren des Krieges fast vollständig zerstört wurde. Das Zollamt selbst ist das richtige Ambiente für diese Thematik, zumal bis 1985 noch als solches fungierte.
Schon vor knapp 4.000 Jahren gab es in Mesopotamien ein Abgabesystem, eine gefundene Tontafel belegt dies für das Gebiet im heutigen Irak. In den antiken Großmächten Griechenland und Rom waren Abgaben an den Landesgrenzen schon längst alltäglich, allerdings wurden die Forderungen meist in Form von Naturalien beglichen. Im Museum wird ausführlich über die Hochzeit des Zolls im Mittelalter eingegangen, wo ein jeder Kleinstaat von den reisenden Händlern profitieren wollte und an den Landesgrenzen Einfuhrzölle erhob.
Der für Hamburg charakteristische Zoll auf dem Wasserweg ist ebenfalls ein Kapitel des Museums gewidmet. Vor dem Museum kann das 28 Meter lange Zoll-Schiff „Oldenburg“ besichtigt werden, das vor den Toren der Stadt die Zollbestimmungen überwachte. Anhand von Urkunden, Niederschriften und Arbeitsgeräten wird die Arbeit des Zolls den Interessierten näher erklärt. Erschreckend und zum Teil belustigend sind die Beschreibungen und Darstellungen von Schmuggelorten. Die Ware wurde beispielsweise in Brot eingebacken, von Schmugglern verschluckt oder in Teppiche eingearbeitet. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.
In den vergangenen Jahren erfreute sich das Museum einer wachsenden Beliebtheit in der Hansestadt Hamburg.
Adresse:
Alter Wandrahm 15a,16
20457 Hamburg
U-Bahn: U1: Messberg
Autor: Hafenmeister Egal, wer es ist, jeder sagt, man solle doch unbedingt die Speicherstadt in Hamburg besuchen, wenn man in Hamburg ist. Aber warum, gibt es nichts anderes in Hamburg zu sehen? Doch schon, aber man besucht ja auch den Dom, wenn man in Köln ist.
Also hier gibt es noch ein paar Gründe, weswegen sich der Besuch lohnt.
Im Freihafen von Hamburg liegt die hundertjährige Speicherstadt, der weltgrößte zusammenhängende Lagerhauskomplex.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mussten aufgrund des steigenden Handels und Schiffverkehrs die Hafenanlagen und Speicherhäuser stark ausgebaut werden. Die Folge war die Errichtung der Speicherstadt (1881-1888). Etwa 20.000 Menschen mussten neue Wohnungen finden, denn ihre Häuser auf den Elbinseln Kehrwieder, Brook und Wandrahm mussten dem geplanten Ausbau weichen. Dabei handelte es sich noch um besonders gut erhaltene, malerische Altstadtviertel aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Speicherhäuser wurden beim Bau so konzipiert, dass sie immer eine konstant kühle Temperatur haben, ohne das eine zusätzliche Belüftung im Inneren der Gebäude notwendig war.
Der riesige Speicherhauskomplex war aus der Sicht der Kaufleute notwendig, da sich Hamburg im Jahre 1888 dem Deutschen Zollverein anschloss. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Stadt Hamburg Zollausschlussgebiet. Deshalb musste ein Viertel errichtet werden, das nicht dem deutschen Zollgebiet angehörte und somit Freihafenbetrieb war. Hinter diesen Mauern konnten die Kaufleute weiterhin ihr Privileg geltend machen und Importgüter zollfrei lagern, veredeln und verarbeiten und der Überseehandel konnte somit zollfrei abgewickelt werden.
Die roten Ziegelbauten der wilhelminischen Backsteingotik aus der Gründerzeit, mit ihren bizarren Giebeln und Türmchen, sind bis heute ein Anziehungspunkt für die Hamburger Besucher und die Hauptattraktion bei der großen Hafenrundfahrt. Mit kleinen Barkassen können die Gäste über die engen Fleete fahren, um die architektonischen Schönheiten zu bewundern. Auch heute wird ein Großteil der Speicherstadt noch als Lagerraum verwendet. Einige Speicherhäuser wurden auch zu modernen Büros, Restaurants oder Vergnügungsstätten umgebaut. Unter anderem befindet sich die weltgrößte Modelleisenbahn “Miniatur Wunderland”, eine erfolgreiche Touristenattraktion der Speicherstadt.
Autor: Hafenmeister Die lange Geschichte Hamburgs reicht bis in vorchristliche Zeit zurück, der Name der Stadt rührt von einem Kastell “Hammaburg” her, das zur Sicherung der von Karl dem Großen um 810 n. Chr. errichten Taufkirche diente. Westlich des Alsterufer gründet sich bald eine Handels- und Marktsiedlung. Kaiser Friedrich I., genannt “Barbarossa” legte 1189 durch die Verleihung des Hafenrechts den Grundstein zum Wohlstand der Elb-Stadt.Im Mittelalter wuchs die Stadt zu einem blühenden Handelszentrum heran, als eines der ersten Mitglieder des Kaufmannsbundes Hanse entwickelte sie sich dann endgültig zum wichtigsten Warenumschlags- und Handelsplatz im Norden. Auch international wurde die Stadt bedeutender, der Handel sicherte Einfluss und Wohlstand.
Ab 1510 war Hamburg dann Reichstadt, unterstand zwischenzeitlich sogar der dänischen und französischen Krone, bevor die Stadt 1871 dem Deutschen Reich betrat. Dem Stadtstaat kamen einige glückliche Wendungen der Geschichte zu Gute, so wurde sie im 17. Jahrhundert vom 30-jährigen Krieg verschont, was sie zur damals größten Stadt Deutschlands werden ließ. Heute ist sie sowohl nach Flüche wie Einwohnern hinter Berlin zweitgrößte Stadt in der Republik.
Doch bleib auch Hamburg wie alle größere Städte nicht von größeren Unglücken verschont, neben dem großen Hamburger Brand, der in den drei Tagen vom 5. Mai bis zum 8. Mai 1842 fast ein Viertel der gesamten damaligen Stadtfläche vor allem in der Altstadt zerstört, eine verheerende Choleraepidemie im Sommer 1892, die Bombennächte im Zweiten Weltkrieg 1943 (“Operation Gomorrha”) und die Sturmflut 1962.
Die besondere Lage am Fluss und die fähigen Kaufleute mehrten Reichtum und Einfluss der Stadt, was die prachtvollen Bauten der Stadt und der einzelnen Handelshäuser bis heute eindrucksvoll belegen. Statistisch ist Hamburg die Stadt Deutschlands, in der aktuell die meisten Millionäre leben. Der Hamburger Hafen ist gemessen am Containerumschlag der zweitgrößte in Europa nach Rotterdam, weltweit ist er bis heute die Nummer acht.
Weitere Infos zur Geschichte von Hamburg auf blick-auf-hamburg
Autor: Hafenmeister In der Hafencity sollen über 400 Wohnungen in 16 verschiedenen Gebäuden entstehen. Dazu sollen noch 150 Geschäfte und 12 Lokale kommen. Insgesamt entstehen hier Büros auf einer Fläche von 124.000 m². Geplant ist außerdem noch die größte Tiefgarage Hamburgs mit 3.100 Parkplätzen.
Gestern fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Dabei sagte Ode von Beust: “Ich hab schon viele Grundsteine gelegt, aber das ist ist etwas Besonderes – das Herz der HafenCity.” Des Weiteren lobte er die gelungene Mischung aus Alt und Neu. Die HafenCity sit mit 8 Hektar etwa so groß wie der Potsdamer Platz in Berlin. Als zusätzliche Attraktion oder Anziehungspunkt soll der Übersee-Boulevard gebaut werden. Er ist eine Fussgängerzone, die von der Speicherstadt bis zur Elbe fährt. Ab 2011 können dann rund 40.000 Menschen shoppen oder einfach nur entlang flanieren.
Das Bauvorhaben “Überseequartier” kostet rund 800 Mio € und wird von einem Konsortium von Groß & Partner, ING Real Estate und SNS Property Finance realisiert. Der Pressesprecher des Konsortiums ist sich sicher, dass das Überseequartier ein voller Erfolg wird. “Hier entsteht ein lebendiges Stück Hamburger Innenstadt direkt an der Elbe. Es wird Menschen aus der ganzen Welt anziehen.” sagte er bei der Grundsteinlegung.
So soll das Überseequartier später aussehen: