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Flughafen

August 23, 2008
Autor: Julia

Gestern demonstrierten rund 800 Menschen im Hamburger Flughafen gegen die Abschiebung.

Nichts ahnend und blauäugig hockte ich in der S-Bahn und wollte eigentlich nur schnell in die Uni - als eine penetrante Stimme mir mitteilte, dass die Züge jetzt erst einmal nicht mehr fahren würden. Na super! Bus-Ersatz-Verkehr dauerte zu lange, im Endeffekt hatten beinahe alle Busse in der Innenstadt rund 90 Minuten Verspätung!

Es ging wirklich turbulent her
, gestern, denn die rund achthundert Aktivisten hockten sich auf die Gleise der S-Bahnen, blockierten den reibungslosen Ablauf im Hamburger Flughafen und provozierten allerhand Polizei-Großeinsätze. Damit wollten sie gegen die generelle Abschiebung protestieren und unserer Politik gehörig an´s ,,Bein pissen” (entschuldigt diesen Ausdruck, aber genau so schmeckte die Stadt gestern: provokant, ironisch und eben vulgär ;-) ).

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass die gesamte Stadt von diesem ,,Fieber” mitgerissen wurde. Überall Staus, betrunkene Jugendliche, Leute, die sich auf der Straße prügeln und generell eine vibrierende Atmosphäre, die sich wie ein roter Faden durch jeden Stadtteil zog. Ich bin mir sicher, dass kein Hamburger verpasst hat, was los gewesen ist, selbst, wenn er politisch gar nicht interessiert ist.

Ich selber bin dann übrigens auch nicht mehr in der Uni gewesen, sondern habe mich der Faszination Gruppenzwang hingegeben und eben mal geschaut, was da los ist. Im Übrigen ging die Demonstration nicht friedlich aus: Polizeibeamte wurden verletzt und viele Demonstranten fest genommen. Generell herrschte eine übersprudelnde Agression vor, die ich so auch nicht gut heißen kann. Ich finde es immer gut, wenn die Bürger auf die Straße gehen, um ihre Meinung zu vertreten und für Gerechtigkeit einzustehen, jedoch löst Gewalt immer nur Gegengewalt aus und ist niemals die Lösung für das Problem.


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März 3, 2008
Autor: Christophe

Am Samstag hat sich auf der Landebahn 2-3 des Hamburger Flughafens beinahe ein tragischer Unfall ereignet. Der Airbus A320 „Suhl“ aus München musste bei der Landung mit starkem Wind kämpfen, der im 70 Grad- Winkel auf das landende Flugzeug traf.

Dadurch kam der Airbus nicht gerade auf die Landebahn auf, kurz nach der Landung wurde der linke Flügel stark nach unten gedrückt – kurz vor dem Crash konnte der Pilot wieder hochziehen.

Damit ist dem Hamburger Flughafen gerade so eine Katastrophe erspart geblieben, zum Glück reagierte der 39jährige Kapitän vorbildlich und rettete so 137 Menschen das Leben.

Für die muss das Erlebnis der pure Horror gewesen sein, hoffentlich erholen sie sich gut von dem Schock. Es bleibt jetzt die Frage, ob die Flugsicherung der Hansestadt die Landebahn hätte freigeben dürfen, wenn klar war, dass dort derartige Windverhältnisse herrschten.


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Januar 29, 2008
Autor: Babette

Bald ist es soweit. Seit acht Jahren wird an der Flughafen Bahnverbindung gehämmert, geschraubt, geschweißt und gebaut. Nun geht der Bau (endlich) dem Ende zu.

Im Dezember ist der Stichmonat für die erste 3,4 Kilometer lange Bahnstrecke zum/vom Flughafen. Und das nach fast 17 Jahren. 1991 sollte das Projekt beginnen, wurde dann aber gestoppt. 1999 wurde dann ein neues Konzept für die Flughafenbahn entwickelt, so dass es 2001 weitergehen konnte. Eine schwere Geburt war das, aber nun scheint es tatsächlich bald Realität zu werden mit der Bahn direkt zum Flughafen fahren zu können. Denn bisher steht Fluggästen ein Airportshuttel vom Bahnhof Ohlsdorf zur Verfügung.

Und viel fehlt wirklich nicht mehr:
Die Gleise und Weichen sind verlegt, der Bahnsteig und die Rolltreppen sind fertig. Lediglich “fehlen” noch die Aufzüge, die Kabel für die Energieversorgung und die Decken- und Wandverkleidungen müssen abgeschlossen werden. Und das für 280 Millionen Euro.

Einiges wird sich ändern!
Die Bahnen sollen im 10-Minuten Takt als Kurzzüge von Ohlsdorf bis zum Airport fahren. Die Züge von Ohlsdorf bis Poppenbüttel werden getrennt bzw. ergänzt, so dass der vordere Teil von/nach Poppenbüttel fährt und der hintere nur von/zum Airport. Der Ohlsdorfer Bahnhof soll für Fahrgäste freundlicher werden, indem ein ebenerdiger Bahnsteig entsteht und ein behindertengerechter Aufzug zur Verfügung gestellt wird. Außerdem wird es zwei behindertengerechte Aufzüge in den Schalterhallen geben, die über einen Steg von den Abflug-/Ankunftsebenen der Terminals 1 und 2 (derzeit noch unter Terminal 4 bekannt), mittig zum Süd- wie Nordende gelegen, zu erreichen sind. Auch der Bahnhof am Airport wird behindertengerecht sein. Außerdem sollen hier zusätzlich Medientafeln entstehen u.a. mit Informationstafeln und Lichtanlagen.

Nicht nur am Bahnhof wird geschraubt
Pünktlich zur Einweihung des neuen Bahnhofs sollen auch die Airport Plaza, in der die Sicherheitskontrollen zusammengefasst werden und es Läden und Restaurants geben wird, zwischen den Terminals 1 und 2 fertig sein. “Wir liegen mir allen Arbeiten voll im Zeitplan”, meldet Flughafen-Chef Michael Eggenschwiller.

Und 2009 soll das Airport-Hotel eröffnen…


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